Frieda, die Stubenfliege

 

Es gab mal eine Stubenfliege,
die nahm eine Wette an,
daß sie ihr Lebtag niemand kriege,
mir scheint, sie litt an Größenwahn.

Also wollte Fliege Frieda
den Artgenossen klar beweisen,
sowas wie sie, das war noch nie da,
auch nicht in höchsten Fliegenkreisen.

Ganz tollkühn diese Frieda war,
lief stets auf Schrank und Tischen,
sie suchte ständig die Gefahr
und konnte stets noch schnell entwischen.

Zur Mittagszeit der Opa ruht
und Frieda macht es Spaß,
wenn sie ihn ständig wecken tut,
durch Landung auf der Nas´

Der Opa mit der Zeitung schlägt,
nach seinem Quälgeist dann,
doch sowas Frieda nicht erregt
weil sie gut fliegen kann.

Die Oma mit dem Strickzeug sitzt
so friedlich und ganz stille,
doch stets kommt Frieda angeflitzt
und setzt sich auf die Brille.

"Dem Biest mach' ich jetzt den Garaus!"
Sie holt die Giftsprühflasche,
doch Frieda, die nimmt schnell Reißaus,
das ist so ihre Masche.

Beim Abendbrot setzt Frieda keck
sich auf den frischen Käse,
Ein Fangversuch! Doch sie ist weg!
Jetzt wird der Opa böse.

. . .

Fortsetzung im Buch "Das Holzwurmdrama"

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